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 | Schullandheimaufenthalt 6. KLassen |
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Schullandheimaufenthalt 6. Klassen
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Während ihres Schullandheimaufenthaltes in Rappershausen war es 47 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern Karl-Heinz Maul, Barbara Feser und Matthias Luther fast eine Woche möglich Rad zu fahren. Sonnenschein und trockene Herbstwitterung sorgten für optimale äußere Verhältnisse. Am ersten Tag erhielten beide Klassen ihre Fahrräder aus dem Radfahrzentrum Rappershausen, alles gut gepflegte MTB der Oberklasse, und danach eine Einweisung in diese Sportgeräte, aber auch in die richtige Bekleidung beim Radfahren. Bevor es erstmals auf die Straßen und die Radwege der Umgebung von Rappershausen ging wurde im Schonraum Schalten und richtiges Bremsen geübt. Fortgeschrittene konnten sogar auf einer echten MTB-Strecke üben. Auch das Fahren und Bremsen auf Schotter in der Ebene und am Berg konnten im Schonraum ausprobiert und trainiert werden. Dier erste Tour außerhalb des Übungsgeländes führte durch die Straßen von Rappershausen, hier konnte noch einmal das eintrainierte Fahren in größeren Gruppen gefestigt werden. Ziel war hier der Aussichtsturm in Rappershausen, noch aus Zeiten der beiden getrennten deutschen Staaten. Von ihm hatten wir einen herrlichen Blick in das benachbarte Bundesland Thüringen. Kaum vorstellbar, dass Deutschland einmal in zwei deutsche Staaten geteilt war. Bei der nächsten Radtour über Land radelten wir auf den Spuren der ehemaligen innerdeutschen Grenze, nachdem zuvor die Schüler einen kleinen geschichtlichen Überblick von ihren Klassenlehrern zu dieser Grenze erhalten hatten. Besonders beeindruckend waren die Grenzanlagen, die im Freilandmuseum Grenzland hinter der thüringischen Ortschaft Behringen zu besichtigen waren. Hier konnte am anschaulich den Aufbau dieser schrecklichen Grenze nachvollziehen. Schockierend war auch, dass noch 2001, mehr als ein Jahrzehnt nach der Grenzöffnung ein Bub aus Behrungen eine Miene fand und so etliche Menschenleben rettete. Über die Ortschaft Rothausen radelten wir wieder zurück in das Schullandheim. Am dritten Tag erlaubten wir uns einen halben Tag Urlaub von den Fahrrädern und wanderten ca. 10 km in das Grüne Klassenzimmer, auf der Strecke versuchten wir verschiedene Baumarten zu unterscheiden und die verschiedenen Aufbauarten des Waldes zu entdecken. Die Länge dieser Tour war ca. 18 km.Schon am Mittag ging es mit den Fahrrädern auf eine 22 km lange Tour, nach Mendhausen mit Besichtigung des sogenannten „Grünen Bandes“, dann zum Irmelshäuser See, ganz mutige hielten ihre Füße in das kalte Wasser, um schließlich in Höchheim auf einen schönen und modernen Spielplatz herumtollen zu können. Viele ließen es sich nicht nehmen den gerade erst eröffneten Barfußpfad an diesem Ort zu begehen und so verschiedene Materialien zu erfühlen über Gollmuthshausen kehrte die Gruppe schließlich wieder nach Rappershausen zurück. Den Höhepunkt der Radfahrwoche stellte die gemeinsame Tour nach Bad Königshofen mit einem Abstecher zur Vogelvoliere in Ipsthausen und zurück dar, die Gesamtstrecke betrug ca. 32 km. Schade nur, dass die Zeit nicht mehr zu einem Schwimmbadbesuch reichte, doch mussten am letzten Radfahrtag die Räder wieder gereinigt und im Radfahrzentrum abgegeben werden. Im Laufe der Woche zeigte sich, dass alle Gruppenmitglieder zunehmend mehr Rücksicht aufeinander nahmen und sich immer besser auf das Radfahren in Gruppen einstellten. Die beiden Klassenlehrer vereinbarten für das Frühjahr 2011 mit ihren Klassen ähnliche Radtouren in der Umgebung von Hammelburg, z.B. nach Gemünden oder Bad Kissingen zu unternehmen.
Bericht und Fotos: Matthias Luther
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